Alice Miller

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© Foto: September 2015, Nationalpark Jasmund der Insel Rügen, E.J.Tolksdorf.

In 2014 habe ich zwischen Herbst und Winter 4 Bücher gelesen von bzw. zu Alice Miller. Sie hat einen großartigen Schreibstil und schreibt über Themen wie erzieherischer Gewalt/Macht und körperlicher Misshandlung, narzißtische Persönlichkeit, emotionalem und sexuellem Missbrauch und Trauma/Wiederholungszwang. Die Bücher die ich las waren folgende: 1. „Das Drama des begabten Kindes“ (1983), 2. „Am Anfang war Erziehung“(1983), 3.“Mein gerettetes Leben“ (2007). Insbesondere die ersten beiden Bücher halte ich für uneingeschränkt empfehlenswert! Ergänzend dazu las ich das kritische Buch über Alice Millers Biografie von ihrem Sohn 4. Martin Miller „Das wahre „Drama des begabten Kindes“ (2013). Dieses war sehr aufschlussreich über die eigenen privaten Schattenseiten und Traumata von Alice Miller als Privatperson. Zudem spricht ihr Sohn ihr ein gewisses „Stockholmsyndrom“ zu, das Alice Miller als Holocaust-Überlebende entwickelt habe. So scharf und präzise ihre eigenen Analysen waren, so war es keine Freude der Sohn von ihr zu sein. Emotionale Kälte und Zulassen/Ignorieren väterlicher Gewalt wird ihr darin vorgeworfen. Das hat das Bild von Alice Miller in der Öffentlichkeit nochmal relativiert. Deutlich wird dass auch eine erfolgreiche Autorin und Psychotherapeutin nicht frei ist von Versagen auf zwischenmenschlicher Ebene. Das hat mich doch sehr betroffen gemacht. Zeigt aber auch nur das Menschliche auf und wie tief unbewusste Dinge festsitzen können.

© December 2015 E.J. Tolksdorf

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