Arbeitsstrukturierung

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© Foto: Dezember 2015, Einzelarbeitsplätze einer Bibliothek, E.J.Tolksdorf.

Über mein Studium und meine Doktorarbeit habe ich mich seit ca. 10 Jahren mit Arbeitsstrukturierung, Selbstmotivation und Überwindung von Schreibblockaden und Konzentrationsproblemen intensiv in Gruppen und im Zweierkontakt auseinandergesetzt. Ich habe mich verschiedenen psychologisch angeleiteten Arbeitsstrukturierungsgruppen einer universitären psychotherapeutischen Beratungsstelle angeschlossen, um das selbstständige Arbeiten zu reflektieren und auszutauschen, Zeitpläne (Tages-, Wochen-, Monats-, Jahrespläne) zu schmieden,sich die Zeit gut und insbesondere realistisch einzuteilen, sich einen guten, aber auch gesunden Arbeitsrythmus anzugewöhnen, bewusster mit Ablenkungsquellen umzugehen, Pausen zu machen, die Grundbedürfnisse zu reflektieren (Schlaf, Essen, Trinken, Ruhe, Pausen, Bewegung, Freizeitausgleich, frische Luft, Sozialkontakt, Rückzugsbedürfnis etc.), Prioritäten und Ziele stecken, einen angemessenen Ort mit guten Bedingungen zum Arbeiten zu wählen, mit Frustration, Motivationstiefs und Blockaden umzugehen und sich in Geduld und Gelassenheit zu üben. Das Konzept der Gruppen sieht vor sich eine frei zu bestimende Anzahl (z.B. 2-9) von Arbeitseinheiten von maximal 45 Minuten vorzunehmen, die mensch am Tag arbeitet. Nach 45 Minuten Arbeit erfolgt eine 15 minütige Pause. Dadurch wird die Konzentration maximal gesteigert. Ablenkende Gedanken werden in einem „Grübelbuch“ festgehalten. Privatleben und Studium/Arbeit werden konsequent voneinander getrennt (räumlich, zeitlich), um in der Freizeit Kraft zu schöpfen und ein Leben außerhalb von Arbeit zu genießen. Nach 18/19Uhr und am Wochenende soll möglichst gar nicht oder nur in Ausnahmesituationen gearbeitet werden (z.B. Endphase). Feierabend und Wochenende bedeutet von der Arbeit loszulassen und eine Kreativpause einzulegen.

Ich kann mir gut vorstellen selbst später einmal Leute im Studium oder in ihrer selbstständigen Arbeitsweise zu coachen entweder in einer Kleingruppe oder auch im Zweiergespräch. Mir macht es viel Freude eigene und fremde Arbeitsprozesse zu optimieren und für eine gute Work/Life-Balance einzutreten. Dieses  sorgt u.a für eine Burnout Prävention und führt zu einem Leben mit mehr Zufriedenheit/Lebensqualität, Erfolgserlebnissen und einer guten Selbstdurchsetzung von Bedürfnissen und Zielen.

© December 2015 E.J. Tolksdorf

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5 Kommentare

  1. Miss Grace S · Januar 12, 2016

    Hey,
    das klingt wirklich sinnvoll und klasse. 🙂 Da es Problematiken bezüglich Zeiteinteilung, Selbstorganisation und Arbeitsstruktur in meinem engeren Umfeld gibt, interessiert mich das Thema sehr 🙂
    Ich wünsche Dir viel Erfolg bei deinem Ziel des Coachings! 🙂

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    • evanjulian · Januar 12, 2016

      Hey :-), danke für dein positives Feedback :-). Solche Probleme sind gar nicht so selten, nur die wenigsten sprechen offen darüber, weil es auch ein schambesetztes Thema ist. Z.B. selbstorganisierten Austausch auf regelmäßiger Basis kann ich da sehr empfehlen. Es braucht mindestens 2 Personen, die sich gegenseitig austauschen/coachen. Würd mich freuen wenn du den Beitrag der entsprechenden Personen in deinem Umfeld weiterleitest & vielleicht berichtest ob es was gebracht hat. Danke dir für deine lieben Wünsche! Ich wünsche dir auch alles Gute!

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  2. Lara · Januar 26, 2016

    Liebe Evanjulian, deine Tipps sind wirklich praktisch! Ich habe auch für mich entdeckt, dass ich in zeitlich abgegrenzten Lerneinheiten besonders Produktiv bin. Ich habe als Einheit meist 30 Minuten. Je nach Thema 25 lernen, 5 Pause machen, oder auch, wie du, mal 45 Minuten lernen und 15 Minuten Pause machen. Morgens nehme ich mir eine bestimmte Anzahl von Einheiten vor und voila, hat man einen Plan! Das mit der räumlichen Trennung kann ich auch nur bestätigen. Am besten in der Pause weg vom Schreibtisch 🙂 Auf meinem Blog gibt es auch ein Paar Beiträge zur Lernmotivation, ich finde das Thema der Lernoptimierung super spannend- und vor allem so nützlich! 🙂 Liebste Grüße, Lara

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  3. evanjulian · Januar 26, 2016

    …er wieder spannend welche Arbeitsorganisationsstrategien Menschen haben. Deine klingt interessant :-). Gerne schau ich mir später mal deine Blogeinträge zu Lernmotivation an. 🙂 Liebe Grüße, Evan Julian

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