Fußmassage

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©Foto: März 2016, Füße-Selfie von Evan Julian, E.J. Tolksdorf.

Nicht jede_r mag Füße oder fühlt sich wohl an den Füßen berührt zu werden. Nach einem anstrengenden Tag oder in einer angespannten Zeit gibt es allerdings kein besseres Rezept als eine den ganzen Körper stimulierende und tiefen entspannende Fußmassage.

Welche Last tragen Tag für Tag unsere Füße. Stets eingeengt in Schuhen und Socken und oft unbeachtet fristen Füße ein anstrengendes Dasein. Wer sie und seine Psyche nicht zu pflegen weiß und sie nicht achtet, der wird sich noch über die „Macht der Füße“ wundern: Rückenprobleme,Verkrampfungen des Körpers, Unwohlsein, schmerzhafte Dornwarzen etc. können Ausdruck sein eines Missachtens eines wesentlichen und notwendigen Körperteils.

Füße mögen neben selbstverständlicher Nagel- und Hautpflege auch regelmäßige wohltuende Wechselbäder, das regelmäßige Eincremen und Einölen des gesamten Fußes und nicht zu vergessen: Regelmäßige Fußmassagen!

Schon als Grundschüler_ habe ich es geliebt meinen Freund_innen auf der ersten gemeinsamen Klassenfahrt eine wohltuende Fußmassage zu geben. Viele waren erstaunt, warum ich keine Hemmungen vor der Berührung habe und es einfach liebe zu massieren. Ich hatte damals als kleiner Knirps bereits im Fernsehen eine Anleitung zur Fussmasage aufgeschnappt und wollte das unbedingt ausprobieren ;-). Die zufriedenen und entspannten Gesichter beim und nach dem Massieren gaben mir zudem ein tolles Gefühl, dass ich wohl „gut“ darin bin.

Ich mag es zu sehen wie Menschen etwas „schmelzen“ und vom Alltag loslassen können. Es ist der Moment wo sie ganz weich und entspannt werden. Der Moment wo sie ganz bei sich selber sind, im Genußmodus. Diesen Moment zu erleben ist für mich ein purer Genuss.

Hier nun meine eigene Massagetechnik, die u.a. durch den TV-Beitrag damals angeregt und weiterentwickelt wurde:

1. Aufwärm- und Vertrauenaufbauphase: Zunächst muss das „Kitzelgefühl“, dass eintritt wenn ein anderer Mensch unvermittelt die Füße berührt, überwunden werden. Die Füße sind ganz empfindsame und auch lustspendende Körperregionen. Daher ist jede Berührung äußerst „intim“. Daher ist es besonders wichtig Vertrauen aufzubauen und auch die Füße zunächst an die eigene Handform und Körpertemperatur zu gewöhnen. Oft sind Füße kühl und mögen es auch im ganz wörtlichen Sinne aufgewärmt zu werden. Ich empfehle hierbei beide Hände auf die Innen- und Außenseite zu legen um die gesamten Fuß zu umschließen und einfach ein paar Minuten nur zu Wärmen und innezuhalten.

2. Große langsame Bewegungen: Um den Fuß weiter an die Massage zu gewöhnen sind jetzt große langsame Bewegung mit der gesamten Hand wohltuend und vertrauensgewinnend. Die gesamten Handflächen bewegen die gesamte Fußfläche.

3. Detaillierte Bewegungen mit 3 Fingern und Daumen: Nach ca. 5 Minuten ist der Fuß bereit für gezielte Einzelberührungen und -massagen der Unterseite des Fußes. Hier gehe ich zunächst mit kreisenden Bewegungen vor und verwende eine Fingergruppe von drei Fingern von oben nach unten. Erst dann drücke ich sanft mit der gesamten Fläche des Daumens von oben nach unten abwechselnd in den Fuß. Hierbei verwende ich auch gerne beide Daumen im Wechsel. Die Massage ist nie hektisch sondern betont langsam. Danach folgen wieder kreisende Bewegungen durch die Fingergruppe. Gerne kann jetzt auch mit beiden Daumen an der Mitte des Fußes von außen nach innen gearbeitet werden.

4. Fäustchen: Wohltuend ist auch wenn mensch die Hand zu einer Faust ballt und sanft bis stark in den Fuß reindrückt und kreist. Dieses ca. 4-6 mal. Von links nach rechts, oben nach unten. Danach kann eine Hand auf den Fußrücken (Spann) sanft gelegt werden, während die andere weiterhin zur Faust geballt ist und in die Fußinnenseite kräftiger drückt.

5. Zehenmassage: Nun geht es wieder in die Detailarbeit. Die Zehen erfreuen sich der Aufmerksamkeit. Sie werden nun von oben bis oben bis zur Spitze mittels Daumen und Zeigefinger kreisend bearbeitet. Dieses hat einen extrem tiefenentspannenden Effekt. Wenn dieses mehrfach angewendet wird wirken Menschen danach leicht „weggetreten“ ;-).

6. Große Bewegungen und Rubbeln: Nach Detailarbeit kommt wieder der ganze Fuß mit großeren Bewegungen in den Genuß der massierenden Hände. Kreisende Bewegungen. Danach kann auch der Gesamtfuß „gerubbelt“ werden. Das lockert auf und macht nach der Tiefenentspannung wieder etwas wach.

7. „Regen“ und „Raupe“: Nun können auch „kitzelige“ Methoden angewandt werden, die jetzt aber gar nicht mehr als solche wahrgenommen werden. Als „Regen“ bezeichne ich die schnelle Bewegung aller Finger von oben nach unten. „Die Raupe“ ist eine Technik des Daumens, der sich von links nach rechts jeweils vorarbeitend mit der (gestutzen) Nagelseite/Fingerkuppe sanft bis kräftig in die Haut eindrückt und loslässt. Der Daumen bewegt sich dabei wie eine Raupe ;-).

8. Ausstreichen: Zum Schluss streiche ich gerne die Fußunterseite aus mit meiner Handfläche von oben nach unten.

Tut Euch zusammen, organisiert Euch einen Massageaustausch und massiert Euch freundschaftlich oder partnerschaftlich gegenseitig :-).

Viel Spaß beim gegenseitigen Massieren!

 

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4 Kommentare

  1. Hallo,
    das ist wirklich eine gelungene Anleitung!
    Es gibt nichts Schöneres, wie eine ausgiebige Fußmassage nach einem langen anstrengenden Tag !
    Liebe Grüße
    Bibo & Tanja

    Gefällt 1 Person

    • evanjulian · März 13, 2016

      Hallo Bibo & Tanja,
      Oh wie schön! Danke für Euer positives Feedback :D.
      Schönen Sonntag Euch :-),
      EJ

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  2. Yvonne Koch · März 20, 2016

    hm, schade nur, dass mein Süßer so gar nicht massieren kann, nicht mal mit so einer genialen Anleitung…ich versuch mal meine Tochter einzuweisen 😉

    Gefällt 1 Person

    • evanjulian · März 20, 2016

      Hehe… ja das ist durchaus ein Problem. Ansonsten ist ein freundschaftlicher Massageaustausch auch immer toll, wenn mensch offen dafür ist. Aber vielleicht hat deine Tochter ja Spass dran. Berichte mal 🙂

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