Bewusster Internetkonsum

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©Foto: September 2015, Hinweisschild im Naturschutzgebiet der Insel Hiddensee, EJ Tolksdorf.

Internetsucht ist im Smartphone-Zeitalter nichts Ungewöhnliches mehr. Vielen Menschen fällt es zunehmend schwer nicht dauernd auf Ihr Smartphone zu schauen. Mich eingeschlossen ;-). Meine Internetaffinität begann allerdings nicht erst mit dem Smartphone. Schon im Jugendalter, als Internet noch was besonders war, bin ich immer mit meinem Bruder oder alleine zu Karstadt nach Hannover gefahren, um dort den kostenlosen Internetzugang zu nutzen ;-). Mit Leuten außerhalb des eingeschränkten dörflichen Umfelds zu kommunizieren war für mich stets eine attraktive Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit der Außenwelt. Immer auf der Suche nach offenen und leicht verrückten Menschen. Stundenlange Chats und Telefonate mit Menschen hatte ich bereits seit dem Jugendalter. Es hatte einfach immer etwas Aufregendes und Neues interessante Menschen kennenzulernen. Egal ob für den freundschaftlichen Austausch oder für Dates. Und ja wie schon mehrfach erwähnt habe ich immer sehr gerne geschrieben. Das Internet bot mir eine optimale Plattform meiner Schreib- und Kommunikationslust zu frönen. Und dabei immer auch über mich hinauszuwachsen, Neues kennenzulernen und die Gedankengänge anderer Menschen zu studieren.

So sehr diese Lust an Kommunikation über das Schreiben mir bis heute Spaß bereitet, so sehr sehe ich zunehmend auch das Problematische daran, wenn es zu viel wird. Ich lese auch viele Atrtikel, Blogs und beteilige mich gerne mal an Diskussionen. Beim Bloggen ist mir das auch aufgefallen. Beginne ich etwas, so meist mit Leiden-Schaft. Aber es wird dann schnell exzessiv und ich brauche dann wieder mehr Abstand dazu um mich zu organisieren, damit andere Lebensbereiche nicht langfristig vernachlässigt werden. Beim Bloggen habe ich das sehr gut hinbekommen. Jetzt gilt es aber meinen Internetkonsum allgemein zu beschränken. Muss ich denn jeden Tag meine Nachrichten prüfen? Möchte ich wirklich so viel Zeit mit Onlineaktivitäten verbringen? Geht nicht auch ganz schön viel Energie und Zeit dabei drauf, die ich für meine volle Konzentration auf die Doktorarbeit sowie für meine Beziehung, meinen Alltag, andere spannende Lebensaktivitäten und Freundschaften etc. auch benötige?

Ich möchte versuchen daher pro Tag bzw. alle paar Tage maximal eine Stunde am Abend online zu sein, wenn alles soweit geschafft ist. Festere Online-Zeiten sich vorzunehmen fühlt sich gerade befremdlich, aber gut an. Ob ich das wirklich so schaffe, wie ich’s mir vornehme? Vielleicht nicht sofort, aber ich bin ein willensstarker Mensch und habe bisher alles geschafft was ich wollte ;-P. Etwas zu beschränken was Spaß macht ist besonders hart.

Oft habe ich unter Blogger_innen von „Internetfasten“ gehört, also eine längere Zeit, wo z.B. bewusst nicht die Onlineaktivität gesucht wird. Z.B. in Klausurenphasen oder wenn mensch einfach mal eine Blogpause braucht. Finde ich eine sehr interessante Idee ;-). Frage mich allerdings ob diese wirklich gut umzusetzen ist. Selbst in Urlaubszeiten schaff ich das nicht so recht mal das Handy komplett für 2 Wochen auszuschalten ;-). Aber eigentlich hat es ja früher auch ganz ohne sehr gut funktioniert.

Wie geht es Euch damit? Was sind Eure Strategien des bewussten Internetkonsums? Oder habt ihr das Problem selbst gar nicht?

Zudem habe ich auch in Artikeln über das Thema auch gelesen wie sehr partnerschaftliche Kommunikation unter dem zugenommenen Internetkonsum leiden kann insbesondere wenn Menschen in einer Partnerschaft oder Wohngemeinschaft zusammen wohnen. Hier gibt es dann auch Tipps wie z.B. Tabuzonen des Internetkonsums wie z.B. das gemeinsame Schlafzimmer oder am Esstisch o.ä.

Ich brauche wohl eine Art Ablenkung von der Ablenkung ;-). Für Eure Tipps und Tricks wären ich natürlich dankbar.

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3 Kommentare

  1. hafenmöwe · März 24, 2016

    Ich bin erst spät zum Internet gekommen – seit 2006. Bloggen tue ich seit einem Jahr. Vom Typ bin ich jemand, der schon bei Standby-Elektro-geräten einen Koller kriegt. Wegen Elektrosmog.. Seltsamerweise ignoriere ich das beim Bloggen oder Surfen. Von anderen Menschen zu erfahren, denen das Schreiben wichtig ist, finde ich großartig. Fazit nach meinem ersten Bloggerjahr ist trotzdem: Bringt Spaß, ist aber auch sehr verführerisch. Und bewegungsarm. Jedenfalls für Beine und Füße. Ich wollte 4 Wochen Blogpause machen, hab aber nur 3 geschafft. Ich bleib am Ball…- nächstes Mal schaffe ich es! 🙂

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    • evanjulian · März 25, 2016

      Hey hafenmäwe – vielen Dank für deinen Kommentar. Wie wahr: bewegungsarm! Wow – 3 Wochen Blogpause? RESPEKT! Hut ab :-). Ich bin seit ca. 19 Jahren mit dem Internet vertraut, also seit ca. 1997. Da war ich 14 Jahre alt. Liegt auch daran dass mein Bruder sehr pc-begeistert war.

      Übrigens: Vielen Dank für’s treue Lesen und Liken! 😀

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      • hafenmöwe · März 25, 2016

        in dn 3 Wochen habe ich auh mal kurz Mails gescheckt und den einen oder anderen Artikel überflogen. Aber das habe ich zeitlich begrenzt auf ein paar Minuten. Interessant war, dass ich es brauchte, die Pause „mitzuteilen“ – das war tatsächlich ein Stütze. Auf ein frohes Weitersurfen im Netz und anderwo mit österlichen Grüßen von Doris

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