Lebe wild (2016)

2015-03-20 19.24.03

Die Reize der Schatten umgeben mich.

„Nothing sweet about me…“

Der Song ertönt im Radio.

Mein Blick so neckisch, kühl und böse.

„Nein, es ist wirklich nichts Süßes an mir. Jedenfalls nicht jetzt.“ denke ich für mich.

Gefallener Engel.

Es gibt nichts Schlimmeres als auf das Engelsgleiche, Süße, Liebe, Gute, Perfekte, Fürsorgliche und Liebreizende reduziert zu werden.

Die subtile Gewalt der Reinheits- und Schönheitsästhetik.

Süß, hübsch, rein, lieb, familiär, gut, perfekt, brav, unschuldig, ja-sagend, romantisch verklärend, fürsorglich, gewissenhaft, naiv, „auf immer und ewig“, in Warteposition verbleibend und aufopferungsvoll?

„Wäre ich ein Cismann würdest du das alles gar nicht von mir erwarten!“ denke ich mir oft im Stillen.

Manche nennen das „gut erzogen“.

Die Stärke und das Aushalten-Können wird zur größten Schwäche.

Sie macht passiv aggressiv, eifersüchtig, neidisch, unzufrieden, verbittert und zwanghaft.

„Nicht mit mir!“, denke ich mir.

In mir steigt eine Kühle und Wut auf – Anzeichen meines Widerstands!

Ich mache mich unabhängig von all‘ den gesellschaftlichen Erwartungen an mich.

Überzogene und grenzüberschreitende Erwartungen an meine Persönlichkeit, meinen Körper und mein Auftreten prallen an mir ab.

Deine wiederkehrenden enttäuschten Blicke sprechen Bände.

Sie verletzen mich aber schon lange nicht mehr.

Dein Beleidigtsein, Sticheln und Schmollen in deiner Stimme überhöre ich mittlerweile.

Denn: Was siehst du in mir? Suchst du jemand anderes in mir als ich bin?

Was willst du in mir sehen, was ich aber vielleicht gar nicht verkörpern möchte?

Hast du wirklich Interesse an meiner Person oder nur Interesse an der Funktion die ich für dich ausfülle? Oder besser gesagt: Magst/Liebst du mich oder brauchst du mich?

If you don’t like the way I am, then maybe go and find somebody else!

Ich möchte nur coole Menschen um mich herum, die mich zu schätzen wissen.

Denn ich bestimme die Regeln für mein Leben selbst.

Ich sage, verhandel‘ und zeige, was ich brauch‘ und will.

Bevormundungen lasse ich nicht zu.

Der generationsübergreifende Balast weiblicher Sozialisation hat Spuren hinterlassen und zeigte sich in meiner Kraftlosigkeit und Unentschlossenheit.

Die Spuren heilten äußerst langsam.

Die fürsorgliche und emotionale Tankstelle bin ich nicht mehr für Euch und möchte ich nicht mehr sein.

Ich nehme mir nun das was ich brauche anstatt zu warten, dass mir jemand dieses Gewünschte geben möge.

Eure Macht über mich ist zerbrochen.

Es mag egoistisch für Euch wirken.

Aber ich spüre das Leben in mir aufsteigen.

Ich spüre endlich mich.

Und bin so wie ich bin.

Mein Leben lebend.

Unabhängig.

Unangepasst.

Open minded.

Little crazy.

Born to be a wild rebel!

Cheers!

 

 

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