Weg der Willensstärke (2016)

Mut sich Zeit zu nehmen.

Erleichtert atme ich auf.

Ängste zu scheitern lassen nach.

Bisher zog ich alles durch.

Den Berg möchte ich weiter erklimmen.

Schritt für Schritt.

Nicht nach unten gucken, sondern nach oben.

Dem Ziel entgegen.

In der Hoffnung.

Gestärkt unten wieder anzukommen.

Dass es geschafft sein wird.

Irgendwann.

Dass es Sinn macht.

Den ich jetzt zu erkennen versuche.

Trotz ungewisser Zukunft der persönlichen und gesellschaftlicher Entwicklungen.

Runde Sache.

Roter Faden.

Glückgefühle des Erfolgs.

Am Schluss angekommen sein.

Vorfreude auf diesen Moment.

Bruchstücke fügen sich zu einem Ganzen zusammen.

Puzzeln für Erwachsene.

Feiern des Moments.

Ja, ich bin bereit dafür.

Lass es mich angehen.

Jeden Tag.

Ein Stückchen näher kommen.

Frustmomente inklusive.

Vertieft in die Sache.

Mit funkelnden Augen.

Lass ich mir den Spass nicht nehmen.

In annehmbare Weise.

Meine Gesundheit im Blick.

Werde ich es schaffen.

Mit dir an meiner Seite.

Schaffen wir harte Zeiten.

Gemeinsam.

Hinter den Kulissen lächeln Gesichter.

Unsichtbar.

Die nächsten Jahre genießend.

Haben sich die Prioritäten meines Lebens verschoben.

Dinge, die mir früher furchtbar schwer fielen, gehen leicht von der Hand.

„Du bekommst doch alles was du willst. Wenn du etwas wirklich willst, dann schaffst du es auch“.

Den Satz hörte ich öfter.

Willensstark zu sein.

Manchmal mit Neid konfrontiert.

Mein Drang nach Unabhängigkeit und Freiheit.

Anders leben zu wollen.

Vegetieren statt zu leben.

Möchte ich nicht.

Nur das eine Leben steht zur Verfügung.

Höchstwahrscheinlich.

Es lohnt nicht nur zu arbeiten ohne sich zu vergnügen.

Vergnügen schafft Kraft, Lust und Stärke.

Sie führt mich durch den dunklen Pfad.

Selbstzweifel zur Kenntnis nehmend.

Aber abwehrend.

In andere Welten abtauchend.

Entdecke ich so viel mehr.

Die Blätter meiner Persönlichkeit bekommen Licht.

Zweige wachsen in verschiedene Richtungen.

Raum einnehmend.

Umschlingend.

Breiten sie sich aus.

Orientiert an dem Sonnenlicht.

Die Wurzeln schlagen tiefer.

Werde ich wohlmöglich doch hier bleiben?

An diesem Ort, der immer wieder neu entdeckt werden kann.

Wie eine alte Liebe.

Neues kommt nicht nur dadurch dass man Veränderung sucht.

Manchmal kommt die Veränderung ganz von allein.

Das Neue im Alten.

Das Alte im Neuen.

Bin ich bereit für die Zukunft.

So manches muss allerdings erkämpft und verteidigt werden.

Damit die Zukunft ein guter Ort sein wird.











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Schmetterlinge am Strand (2016)

Letzte heiße Spätsommertage.
Schmetterlinge in der Strandwüste.

Was suchen sie eigentlich hier? 

Kilometerweit keine Blüte sichtbar.

Vergnügen sie sich einfach frei flatternd.

In der Nordseebrise surfend.

Das Leben genießen ohne Fragen nach „dem Nutzen“.

Und dort sehe ich einen Storch auf der Sandbank nach Wattwürmern pickend.

Ungewöhnliche Szene.

„Auch ein Storch brauch mal Urlaub“ sagst du amüsiert.

Das dröhnende Radio des Nachbarn weckt uns um 7 Uhr in der früh. 

„Ey, Urlaub! Verdammt.“

Murrend kurrend schallt es aus dem Bett.

„Da scheint jemand wohl arbeiten zu müssen.“

Vergnügt sein fällt dir schwer.

Grumpy.

Monotonie.

Begeisterungsfähigkeit ist nicht deine Stärke.

Aber beflügelnder Humor.

Der irgendwo vergraben ist unter den jährlich höher werdenden Schichten des Alltags.

Der vielleicht hervorkommt, wenn ich dich ordentlich durchkitzel.

Wenn ich unerwartete Dinge tue die „anders“ erscheinen.

Nutzlose Dinge.

Einfach so.

Wie Schmetterlinge am Strand.




Wattenschlick im saftigen Grün (2016).

Die ersehnte Stille.

Die Weite der Dünenlandschaft.

Wattenschlick im saftigen Grün.

Naturschutzgebiet.

Sauerstoff getränkte Luft.

Meeresbrise.

Wolken wie gemalt, so zart am Himmel.

Das Meer glitzert in der Ferne.
Weite Strandlandschaft.

Macht Menschen so klein und unbedeutend.

Sonnenwärme spürbar am Körper.

Unbekannt und gewohnt zugleich.

Erinnerst du mich an eine geliebte Insel.

Surfer eilen hinauf auf’s Meer.

Auf der Suche nach der höchsten Welle.

Den maximalen Spaß.

Innehaltend.

Momente dokomentierend.

Die flinken Beinchen des Wattläufers.

Das Kreischen und Jammern der Möven.

Der empörte Aufkleber an der Straßenlaterne besagt: „Nie wieder SPO!“

Schmunzelmomente.

Weiße Strandkörbe laden zum Verweilen ein.

Im weißen Sand.

Menschen schwimmen im kalten Nordseemeereswasser.

Keine Gedanken mehr an ein Gestern oder Morgen.

Die Zeit bleibt stehen.
Musik schallt laut von der Konzertbühne.

Nicht die schlimmste Rentnermucke.

Ein Glück.

Menschentrubel auf der Seebrücke.

Spätsommermomente.
Und dann doch ein Gedanken an Gestern.

Du suchst wieder Kontakt zu mir.

„Warum?“ frag ich mich.

Nach einer halben Ewigkeit des Schweigens.

Gleichgültigkeit ist bei mir eingekehrt.

Es berührt mich nicht mehr.

Sehe keinen Sinn mehr darin.

Du nennst es „Freundschaft“, die nicht so einfach beendet werden könne.

Vielleicht war es das aber nie so richtig?

Sondern nur die Suche nach Aufmerksamkeit.

Bestätigung.

Bewunderung.

Excitement.

Für dich.

Die nun ausbleibt.

Die dir fehlt, aber mir nicht.

„Projektion“ nanntest du es selbst.

Ich sei nur Projektion.

Habe es nie verstanden, aber jetzt weiss ich was du meinst.

Ernüchternd, aber klar wie die Meeresluft, die ich jetzt einatme, sehe ich dass Kontakt keinen Sinn mehr hat.

Zu verschiedene Wege gehen wir.

Entzauberung.

Die Einseitigkeit unserer „Freundschaft“ ist aufgedeckt.

Kein Motor führt diese mehr weiter.

Mein Antrieb ist versiebt.

Dein emotionaler und materieller Geiz tötet alles in mir ab.

Jegliche Begeisterung.

Jegliche Verrücktheit.

Jegliche Großzügigkeit meinerseits.
Deine Priorität liegt an anderer Stelle.

Du bist nie in der gemeinsamen Stadt angekommen.

Nur die freundschaftliche Übergangslösung zu sein?

Nein, danke.

Schade drum, aber als gut gedachte „Freundschaften“ gehen auseinander.

Entpuppen sich als Illusion.

Als Wunschtraum meinerseits.
Wie Wattenschlick im saftigem Grün.

Unter der hübschen Fassade.

Verbirgt sich der Schlick der Vergangenheit.

Tief darin grabend und bohrend.

Drohe ich festzustecken.

Oder gar zu versinken.

Auf der Oberfläche mich tanzend bewegend geht es schneller und leichter voran.

Daher: Lass mich los und lass mich gehen.

Der Sonne entgegen.

Your Limits Are Not Mine (2016).

Twin houses.

Fighting friends close by.

Too Complicated nearby.

Not complicated far away.

Not complicated nearby.

Too complicated far away.


How tricky this is.

But it works out fine.

Ouwiting myself.

Sometimes others.

Excitment and trust can be reached either way.


A year full of joy.

With tears and anger as well.

A lot still to discover.

Good to see.

How I have calmed down.

Where has all the fear gone?


Showing myselves.

Always different.

Than you expect me to be.

Is there really only one self inside of me? 

No. Never has and never will be.

It’s your fiction of the „one true self“.

I don’t and won’t obey that fiction.

I am diverse.

Probably you are too but too ashamed to show.

Obeying the constraint of binary of society.

Being either this or that.

Never both or neither.


Don’t give a shit about how people think and talk about you.

It does not matter.

As long you can be yourselves.

Life is too short to hold yourselves back.


See beyond the surface of an iceberg.

There is a lot of going on backstage.

You will never see and know about.

Because you are too afraid to open your eyes.

Too make it visible for all.

To be able to withstand the full version of diversity.

You whether chose the path to ignore.

To have the illusion of protecting your pride and ideals.

Full respect for that.

But your limits are not mine.