Wattenschlick im saftigen Grün (2016).

Die ersehnte Stille.

Die Weite der Dünenlandschaft.

Wattenschlick im saftigen Grün.

Naturschutzgebiet.

Sauerstoff getränkte Luft.

Meeresbrise.

Wolken wie gemalt, so zart am Himmel.

Das Meer glitzert in der Ferne.
Weite Strandlandschaft.

Macht Menschen so klein und unbedeutend.

Sonnenwärme spürbar am Körper.

Unbekannt und gewohnt zugleich.

Erinnerst du mich an eine geliebte Insel.

Surfer eilen hinauf auf’s Meer.

Auf der Suche nach der höchsten Welle.

Den maximalen Spaß.

Innehaltend.

Momente dokomentierend.

Die flinken Beinchen des Wattläufers.

Das Kreischen und Jammern der Möven.

Der empörte Aufkleber an der Straßenlaterne besagt: „Nie wieder SPO!“

Schmunzelmomente.

Weiße Strandkörbe laden zum Verweilen ein.

Im weißen Sand.

Menschen schwimmen im kalten Nordseemeereswasser.

Keine Gedanken mehr an ein Gestern oder Morgen.

Die Zeit bleibt stehen.
Musik schallt laut von der Konzertbühne.

Nicht die schlimmste Rentnermucke.

Ein Glück.

Menschentrubel auf der Seebrücke.

Spätsommermomente.
Und dann doch ein Gedanken an Gestern.

Du suchst wieder Kontakt zu mir.

„Warum?“ frag ich mich.

Nach einer halben Ewigkeit des Schweigens.

Gleichgültigkeit ist bei mir eingekehrt.

Es berührt mich nicht mehr.

Sehe keinen Sinn mehr darin.

Du nennst es „Freundschaft“, die nicht so einfach beendet werden könne.

Vielleicht war es das aber nie so richtig?

Sondern nur die Suche nach Aufmerksamkeit.

Bestätigung.

Bewunderung.

Excitement.

Für dich.

Die nun ausbleibt.

Die dir fehlt, aber mir nicht.

„Projektion“ nanntest du es selbst.

Ich sei nur Projektion.

Habe es nie verstanden, aber jetzt weiss ich was du meinst.

Ernüchternd, aber klar wie die Meeresluft, die ich jetzt einatme, sehe ich dass Kontakt keinen Sinn mehr hat.

Zu verschiedene Wege gehen wir.

Entzauberung.

Die Einseitigkeit unserer „Freundschaft“ ist aufgedeckt.

Kein Motor führt diese mehr weiter.

Mein Antrieb ist versiebt.

Dein emotionaler und materieller Geiz tötet alles in mir ab.

Jegliche Begeisterung.

Jegliche Verrücktheit.

Jegliche Großzügigkeit meinerseits.
Deine Priorität liegt an anderer Stelle.

Du bist nie in der gemeinsamen Stadt angekommen.

Nur die freundschaftliche Übergangslösung zu sein?

Nein, danke.

Schade drum, aber als gut gedachte „Freundschaften“ gehen auseinander.

Entpuppen sich als Illusion.

Als Wunschtraum meinerseits.
Wie Wattenschlick im saftigem Grün.

Unter der hübschen Fassade.

Verbirgt sich der Schlick der Vergangenheit.

Tief darin grabend und bohrend.

Drohe ich festzustecken.

Oder gar zu versinken.

Auf der Oberfläche mich tanzend bewegend geht es schneller und leichter voran.

Daher: Lass mich los und lass mich gehen.

Der Sonne entgegen.

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