Quinoa Gericht

●alles bio ●vegan ●lactosefrei ●gerettetete Lebensmittel (*)

Zutaten:

Weißer Quinoa

Violette Möhren*

Tomaten*

Rote Paprika*

Gemüsezwiebel*

Knoblauchzehe*

Kürbiskerne

Getrockneter Schnittlauch*

Kräutersalz

Rotweinessig

Olivenöl

Chilisalz*

Getränk:

Leitungswasser mit frischer Zitrone

Dessert:

Erdbeerjoghurt

Kernlose Weintrauben*

Grüne Apfelspalten*

*gerettete Lebensmittel

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Erfrischende Limette im Wasser zum Vestagsbratengericht

Maultaschen, Brokkoli (GL), Vestags Braten aus Seitan (GL), Gewürzmischung (GL), Lauch (GL), Olivenöl

Leitungswasser mit Bio Limette (GL)

●vegetarisch ●alles bio ● GL= Gerettete Lebensmittel

Bärlauch für die Seele <3

Dinkelbrot (GL) mit Gemüseaufstrich und frischem Bärlauch (wilder Bärlauch, den eine Kundin mir mitbrachte – voll nett!)

Gemüsemaultaschen an gebratenen Kräuterseitlinge (GL), rote Zwiebeln (GL), frischem Bärlauch & Koriander, Gewürzzubereitung:Knoblsuch/Chili/Salz/Petersilie (GL), Pfeffer, Olivenöl.

GL = Gerettete Lebensmittel

● alles bio ● lactosefrei

Gnocchi-Gericht

● vegan bis vegetarisch ● lactosefrei (wenn vegan) ● alles bio ● anteilig aus geretteten Lebensmittel (GL)

Zutaten:

Gnocchi

Vestags Braten Seitan (GL)

Lauch (GL)

Champignons (GL)

Tomaten

Antipasti Mix (eingelegte Oliven, Tomaten & Artischocke) (GL)

Olivenöl

ggf. Fetakäse

Frischer Koriander

Frischer Knoblauch (GL)

Frische Petersilie

Käutersalz

Pfeffer

Frühlingsnudelsalat: Kamut-Maccaroni Salat

● vegan bis vegetarisch ● lactosefrei ● frei von herkömmlichen Weizen ● alles Bio-Lebensmittel ● *GL = Anteil aus geretteten Lebensmittel

Zutaten:

Kamut* Maccaroni

(*Kamut ist ein bekömmlicher Urweizen aus Ägypten)

1 Bund Petersilie krauss

Walnüsse

Schwarze Oliven (*GL)

Salatgurke (*GL)

Tomate

Süßer Senf

Dattelsirup

Distelöl

Salz

Peffer

(ggf.) Parmigiano Reggiano von der Käsetheke zum Servieren anbieten

Kochtherapie mit geretteten Lebensmitteln: Zurück zum Genuss

●vegetarisch ● alles bio ●aus geretteten Lebensmitteln

Kartoffeln* mit angebratenen Brokkoli*,violetten Möhren*, Zucchini*, Fenchel*, Zwiebeln, Knoblauch* und eingelegten getrockneten Tomaten*. Dazu etwas Schafsjoghurt* und Parmessan.

*mit geretteten Bio-Lebensmittel

Ein befreundeter Psychologe sagte neulichst zu mir dass er an der Art der Koch(un)lust Rückschlüsse ziehen können bezüglich des psychischen Zustandes eines Menschens. Ich habe erst in diesem Jahr wirklich alltägliche Lust auf aufwendiges Kochen bekommen. Trotzdem ich seit 20Jahren Vegetarier_in bin, habe ich Kochen meist der Mensa überlassen oder es auf das Wochenende oder besondere Ereignisse mit Freund_innen und Familie verlagert. Früher war mir in jegliches Gemüseschnippeln zu anstrengend und ich habe mich recht einseitig ernährt gerade in Stresszeiten mit viel Pasta, Tiefkühlpizza & Schokolade ;). Frisches Gemüse landete auch nicht selten im Müll, da ich zu lange wartete bis es ungenießbar war. Inzwischen habe ich ordentlich meine Ernährungsweise umgestellt. Ich arbeite in einem Bioladen und bin umgeben mit sehr vielen Leckereien und einer atemberaubenden Vielfalt an verschiedenen Möglichkeiten. Da ich als Mitarbeiter_in ausrangierte Lebensmittel mitnehmen kann, nutze ich das auch sehr und probiere mich mittlerweile alltäglich aus. Lebensmittel retten statt wegwerfen. Sie schnell und kreativ zu verarbeiten statt Müll zu produzieren. Diese Motivation treibt mich alltäglich an gesund für mich zu kochen und dabei sogar die Müllproduktion reduzierem zu können. Es ist wie ein kleines Adventure-Game: Welche Lebensmittel kann ich heute retten? Mittlerweile haben sich gut durchorganisierte lokale Foodsharing-Netzwerke über Webseiten, Facebookgruppen etc. gebildet, die es jedem Menschen ermöglichen an diesem Adventure teilzunehmen und dabei auch einiges an Lebensmittelkosten zu sparen. Für mich ist es auch ein Ausdruck des tiefen Hinterfragens unserer kapitalistischen Leistungsgesellschaft. Dadurch dass ich mit einem low budget lebenskünstlerisch unterwegs bin überlege ich mir gut für was ich mein Geld ausgebe: Möchte ich Großkonzerne überhaupt noch finanziell unterstützen, die sich daran bereichern und andere Menschen und Tiere ausbeuten/quälen, weil ich notwendigerweise essen muss? Möchte ich ständig neue Kleidung kaufen, die durch Kinder- und Sklavenarbeit entstanden sind? Oder geht’s auch Second Hand und Fair trade? Wo und wann kann ich auf Plastik verzichten? Ist ein Ausweg aus dem Teufelskreis möglich, zumindest stückweise, wenn schon nicht radikal? Zu kochen macht mir jetzt Spass. Ich schätze jede Tomate, die ich vor dem Mülleimer retten kann ;). Wenn ich zu viel gekocht habe, dann verschenke ich mein Essen an fremde Menschen aus einer Foodsharing-Facebookgruppe. Wenn ich ausmiste oder von einer Party zu viel übrig ist, dann verschenke ich es ebenso gerne. Teilen statt Geiz. Verschenken statt Wegwerfen. Dem kapitalistischen System in den Arsch treten durch Solidarität und angstfreie Herzlichkeit. Was auch zu weiterführenden Fragen führt: Womit will ich eigentlich Geld verdienen? Und zu welchen sonstigen Kosten (z.B. persönlichen Entfaltungs(un)möglichkeit, Arbeitsklima, Leistungsdruck/Unterforderung, Stress, Gesundheitsrisiken, Sinnhaftigkeit/Sinnlosigkeit des Tuns etc) will ich Geld verdienen? Und wofür will ich Geld verdienen? Um Dinge zu kaufen, um Leute zu beeindrucken, die ich nicht mag? Oder um ein angenehmes schönes Leben mit sinnhafter Arbeit und im Genussmodus zu leben? Ich bin für letzteres.

Violence of harmony (2017)

Fear in your voice

I will never forget

Fear in your voice

I will never forget

You see, no help you can expect from others

You see, no help you can expect from others

They close their eyes

They don’t want to know

They don’t want to feel

Your Pain

They close their eyes

They don’t want to see

They oversee

The violence

For years

For years

Refrain (2x):

Looking it away, yeah, yeah

Wishing it away, yeah, yeah

Praying it away, yeah, yeah

Violence of harmony

Only living to survive

You will be surprised

How it works

Perfect harmony

Vier Jahre und ein Jahr (2017)

Die Begrenzung der Zeit

Und ihre Entgrenzung

Du bist mir so unliebsam

Dich zu überwinden

Die Baustelle des Lebens und der Welt

Anzugehen

Heute der Tag der Stärke

Habe kein Zeit mehr zu verlieren

Vier Jahre und ein Jahr 

Die Resignation zerschlagen

Zeige ich was in mir steckt

Schamlos

Der Kampf ist nicht zuende

Ihr werdet Euch noch wundern

Was alles möglich sein wird

Wenn ich es will

Das Unmögliche wird möglich

Das Undenkbare denkbar 

Im Waschsalon (2017).

Komm, der Berg ist nun groß genug.

Die Waschmarken vergessen.

Auf in den Waschsalon.

Hier dauert das Waschen nur 37 Minuten.

Trocknen 20 Minuten.

Menschliche Begegnungen inklusive.

Auf Dauer wird’s teuer: Ich geb’s zu.
Warten im Waschsalon.

In meinem Lieblingsviertel.

Hat aber seinen speziellen Charme.

Gerade an diesem Spätsommerabend. 

Da sehe ich das Päärchen auf der Straße. Ach, du, den kenn ich doch!

Ich lausche dem vertrauten Heulen der Straßenbahn.

Das Brummeln, wenn die Autos die Pflastersteine befahren.

Den lebendigen Gesprächen der Fußgänger_innen, die am Salon vorbeischlappen.

Da beobachte ich die Clique, wie sie herzlich lachen und Spaß zusammen haben.

Wie gerne würde ich jetzt auch lachen.

Ich widme mich dem Lauschen meiner Spotify playlist. Aber der Kopfhörer ist kaputt.

Zwischendurch kaufe ich Kekse beim Kiosk. Dreiviertel verschenk ich später an den Obdachlosen von nebenan.

Was soll ich mir den Bauch vollschlagen, danach ein schlechtes Gewissen haben, weil ich viel zu viel gegessen hab, wenn er hungern muss?

Und warum sollte ich Dinge im Kühlschrank vergammeln lassen, wenn es ihn satt machen kann? 

Der Obdachlose freut sich und bedankt sich. 

„Lebensmittel gehen immer. Ich wünsch dir einen schönen Abend“

Sein Lächeln ist kostbarer als das erkaltete erstarrte Lächeln vieler Menschen.

Warum sollte ich Dinge zur Kleiderspende geben, wenn ich gar nicht weiss was damit passiert? Ich Armut und Bedürftigkeit vor der Haustür begegne? Soziales Engagement kann so einfach sein.
Es ist vieles so anders geworden.

Seitdem ich unabhängig und alleine lebe.

Ich denke mehr im Kleinen.

Schließlich lebe ich selbst offiziell in „Armut“. Da muss man genau schauen, was geht, was nicht.

Arm, aber frei! So möchte ich nicht tauschen mit gedanklichem oder materialistischem Unfreisein.

Ich verändere eingerostete Verhaltensweisen.

Stück für Stück.

Nun muss ich nur noch an das denken, was ich alleine brauche. Keine Absprache oder Rücksicht mehr.

Dass zu leben, was ich immer leben wollte, aber nicht gewagt.

Das ist mein Weg, mein Ziel.

Zu akzeptieren, dass ich in vielen Dingen „anders“ bin.

Ich nicht auf der Welt bin, um eine Version von mir zu leben, die ich nie werden wollte.

Dass ich keine Liebe und Akzeptanz mehr von anderen erwarte, außer die zu mir selbst. Weil ich so vieles bin. Vieles, nicht eins. Viele können aber ja nicht mal bis zwei zählen.

Feiere ich die Unabhängigkeit. Auch wenn sie mich zeitweise  einsam macht. Aber lieber einsam, als ein Leben zu führen, dass sich nicht mehr nach „meinem Leben“ anfühlt.

Die alte Wäsche muss noch gewaschen werden. 

Bis alles gefaltet und abgelegt ist.

An seinem Platz geordnet.

Der frische Duft haucht wieder Leben ein.

Die Pflege des Selbst rückt in das Zentrum.

So verbringe ich viel Zeit mit mir selbst. Um den vertrautesten aller Menschen endlich wieder nahe zu sein. 

Es fühlt sich ungewohnt an so viel Zeit mit mir selbst zu verbringen. 

Warum war mir das all‘ die Jahre nicht mehr so wichtig? 

Warum habe ich das nur halbherzig zelebriert? 

Mir bleiben Schuldgefühle. Dir und mir gegenüber.

Vielleicht bedurfte es einer Reise nach Bamberg.

Um meinen früheren Ich nochmal zu begegnen.

Und dann: Die konkrete Angst und Sorge um mich selbst dass ich meinen Pfad erneut verlassen könnte. Sobald das Potenzial der Emotionalität im Raum steht.

Wie sehr habe ich Emotionalität unterdrückt in all den Jahren? So schön ihr Rausch ist, so gefährlich sind ihre Spitzen.

Aber es war dann glücklicherweise nur eine Reise in die Welt der Potenziale. Eine Reise in die Welt der Verrückten.
Dann kam aber auch das Loch, die Trauer darum. 

Loslassen.

Immer wieder neu. 

Reinigende Tränen.

Schade, aber ich bin erleichtert dennoch.

Und kann ich Frieden mit dem Verrückten schließen? Es zieht mich magisch an. Kann ich aber das Verrückte auch in seinen Schattenseiten und in seiner Gefährlichkeit aushalten? Oder wird es mir nicht möglich sein? In kleineren Dosen vielleicht? Oder nur in kleineren Verrücktheiten?

1 Minute noch… gleich geht es ab in den Trockner… nochmal ordentlich durchschleudern…

Bis in einer Woche, wenn wir uns wieder im Waschsalon des Lebens treffen.

Eigener Raum (2017)

Foto: EJ Tolksdorf, Borkum im Mai 2017.

Sehnsucht nach der Weite

Als Ausdruck der grenzenlosen Möglichkeiten

Des ausgedehnten Raumes

Weg von der Enge, dem Peniblen, der Kontrolle, dem Zwanghaften, dem Überkonformen, dem Abhängigen

Wagnis des eigenen, selbstbestimmtem Raumes

Risiko der Einsamkeit, des Unverständnis, des Randständigen, des Skurilem, der Un-Sicherheit, des Ungewissen, der Unfähigkeit zur Beweglichkeit

Lust und Vorfreude auf Lebendigkeit, Veränderung und dem Neuen

Der eigenen Struktur

Mal unbeugsam

Mal flexibel

Die Ruhe und Stille genießend

Aus mir selbst heraus Kraft schöpfend

Ohne Rechtfertigungsmodus

Ohne Absprache

Dem Bauch- und Kopfgefühl vertrauend

Eigene Wege zu gehen

Mit gestärktem Rücken

Standzuhalten gegenüber den Stürmen alltäglicher Ungerechtigkeiten

Stinkstiefel des Alltags, weichet von mir!

Dauergereiztheit, Launenhaftigkeit, Zynismus, Fokus auf Negativität, Frust abladen, Neid, Misstrauen und Missgunst, ohne Genuss, Energiesauger…

Lasst mich in Ruhe, ich kenn‘ genug Stinkstiefel.

Recht machen kann man es eh nicht.

Ständig wollt ihr übertrumpfen mit Stinkstiefeligkeit.

Ausweglos.

Anstrengend.

Erschöpfend.

Habe keine Energie mehr dafür übrig.

Dinge abzufedern.

Selbst dabei auf der Strecke zu bleiben.

Unterkühltheit 

So reizvoll du sein magst

Möchte dich nicht mehr

Auf Emotionalität, Körperlichkeit, Wärme und Zuwendung verzichten

Apathie 

Unlust

Kaum ertragbar

Für das Selbstverständliche ständig kämpfen müssen

Reizt mich nicht mehr

Ich darf glücklich sein

Und werde es wieder sein